Hitzeschutz am Arbeitsplatz
Hohe Temperaturen können Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders während sommerlicher Hitzeperioden ist ein wirksamer Umgang mit Hitze wichtiger Bestandteil des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“ beschreibt Maßnahmen, mit denen Beschäftigte vor übermäßiger Wärmebelastung geschützt werden können.
Warnsignale ernst nehmen
Eine erhöhte Hitzebelastung kann sich unter anderem durch folgende Symptome bemerkbar machen:
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- starke Erschöpfung
- Konzentrationsstörungen
- Kreislaufbeschwerden
Achten Sie auf diese Anzeichen bei sich selbst und bei Kolleginnen sowie Kollegen. Betroffene sollten an einen kühlen Ort gebracht, mit Wasser versorgt und nach Möglichkeit gekühlt werden. Bei Anzeichen eines Hitzschlags oder einer schweren Kreislaufstörung ist umgehend der Notruf zu verständigen.
Welche Schutzmaßnahmen können ergriffen werden?
Entsprechend der ASR A3.5 haben technische und organisatorische Maßnahmen Vorrang vor personenbezogenen Maßnahmen.
Technische Maßnahmen
- Sonnenschutz, z. B. durch Jalousien, Rollos oder Beschattung
- Nutzung vorhandener Lüftungs- oder Klimaanlagen
- Einsatz geeigneter Ventilatoren, soweit dies sicher möglich ist (unter anderem sollten auch Kabel nicht zu Stolperquellen werden)
- Reduzierung zusätzlicher Wärmequellen, soweit betrieblich umsetzbar
Organisatorische Maßnahmen
- Verlagerung körperlich anstrengender Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten, soweit möglich
- Anpassung von Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten bei starker Hitzebelastung
- Zusätzliche Erholungs- und Trinkpausen bei Bedarf mit Bereitstellung von Trinkwasser
- Bereitstellung geeigneter Pausenbereiche mit möglichst geringer Wärmebelastung
- Information der Beschäftigten über Maßnahmen zum Hitzeschutz
Jede und jeder kann zusätzlich zum Hitzeschutz beitragen:
- regelmäßig ausreichend trinken
- leichte und gut verträgliche Mahlzeiten bevorzugen
- geeignete, möglichst leichte und atmungsaktive Arbeitskleidung tragen, soweit die Vorgaben des Unternehmens dies zulassen
- auf ausreichende Erholung achten
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ein wirksamer Hitzeschutz gelingt nur gemeinsam. Das Unternehmen stellt geeignete Schutzmaßnahmen entsprechend den betrieblichen Gegebenheiten bereit. Führungskräfte achten auf deren Umsetzung und Beschäftigte tragen durch umsichtiges Verhalten aktiv zum eigenen Schutz sowie zum Schutz ihrer Kolleginnen und Kollegen bei. Bereiche mit erhöhter Wärmebelastung – beispielsweise durch Sonneneinstrahlung, Maschinen, technische Anlagen oder körperlich belastende Tätigkeiten – erfordern besondere Aufmerksamkeit. Die jeweils vom Unternehmen festgelegten Schutzmaßnahmen sind konsequent einzuhalten.
Gesundheit hat Vorrang. Bei Fragen zum Hitzeschutz oder zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen wenden Sie sich gerne an Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit. Bei Bedarf unterstützen wir Sie auch bei der Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzkonzepts.
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Verfasser:
Robert Wendt