Arbeitsschutzreport 09-2025 Ergonomie im Büro

Ergonomie im Büro – Fokus Rücken- und Augengesundheit

Viele Beschäftigte verbringen einen Großteil ihrer Arbeitstage sitzend vor dem Bildschirm. Doch langes, statisches Arbeiten kann zu Verspannungen, Rückenproblemen und Augenbeschwerden führen. Häufig finden Betroffene zunächst keinen direkten Zusammenhang, wenn Kopfschmerzen oder untere Rückenschmerzen sie plagen – der Blick auf die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes ist jedoch nicht zu unterschätzen. Mit wenigen einfachen Maßnahmen lässt sich eine Belastung deutlich reduzieren und die Gesundheit langfristig schützen.

Warum Bewegung wichtig ist

Dauerhaftes Sitzen belastet die Wirbelsäule und schwächt die Muskulatur. Insbesondere untere Rückenschmerzen sind häufig erste wahrgenommene Warnzeichen. Auch die Durchblutung und Konzentration leiden. Vorbeugung ist hier besser als eine teils mühsame Ursachenfindung und Behandlung der Symptome.
Empfehlung: Spätestens alle 20–30 Minuten aufstehen, kurz bewegen oder den Arbeitsplatz wechseln. Kleine Wege – zum Drucker, ein persönliches Gespräch mit dem Kollegen statt des Griffes zum Telefon oder einfach ein kurzer Gang durchs Büro – summieren sich zu wertvollen Erholungspausen.

Bildschirm einstellen – für entspannte Augen und Nacken

Eine falsche Position von Monitor oder Laptop ist oft Auslöser für Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und müde Augen.

  • Bildschirmhöhe: Oberkante des Monitors etwa auf Augenhöhe. Kopfhaltung bleibt dadurch aufrecht, der Blick leicht nach unten gerichtet.
  • Abstand: 50–70 cm zwischen Augen und Bildschirm (Armlänge als grober Maßstab).
  • Ausrichtung: Leichte Neigung des Bildschirms nach hinten und keine Spiegelungen durch Fenster oder Lampen.

Die 20-20-20-Regel für gesunde Augen

Stundenlanges Starren auf den Monitor führt zu trockenen und brennenden Augen. Das ist Stress für den Körper und kann langfristige Sehstörungen nach sich ziehen. Abhilfe schafft eine einfache Regel:
Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt in etwa 20 Fuß (ca. 6 Meter) Entfernung blicken. Das entspannt die Augenmuskulatur und beugt Beschwerden vor. Noch besser: zusätzlich Augen kurz schließen und ein wenig unter den Lidern in verschiedene Richtungen bewegen.

Arbeitssicherheit Magdeburg

Richtig sitzen – aber nicht dauerhaft

Ein ergonomisch eingestellter Stuhl unterstützt den Rücken, doch auch hier gilt: nicht dauerhaft in einer Position verharren. Dynamisches Sitzen ist das Stichwort.

  • Füße stehen flach auf dem Boden oder auf einer Fußstütze.
  • Knie und Ellenbogen etwa im 90°-Winkel.
  • Rückenlehne unterstützt den unteren Rücken, Sitzfläche nicht zu hart.
  • Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung bevorzugen.
  • Bei verschiedenen Aufgaben (Telefonieren, Bildschirmarbeit, handschriftliches Schreiben) verschiedene Positionen einnehmen.

Fazit

Ergonomie bedeutet nicht teure Spezialmöbel, sondern vor allem Bewusstsein und Abwechslung im Arbeitsalltag. Wer regelmäßig die Position wechselt, kurze Bewegungspausen einlegt und auf Bildschirm- sowie Sitzhöhe achtet, beugt nicht nur Rücken- und Augenbeschwerden vor, sondern steigert auch Konzentration und Wohlbefinden.

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Verfasser:

Robert Wendt